Space Shuttle – Das Ende einer Ära

Ein Film von John A. Kantara, Produziert von ECO-Media, Stephan Lamby, Hamburg.
Erstausstrahlung: 3sat, 27.06.2011, 21.30 Uhr
Wiederholung: 3sat, 03.07.2011, 16.00 Uhr

Die Sendung bei 3sat online anschauen: Hier lang…

Das Astronauten Training Klosett in Houston, TX
Das Astronauten Training Klosett in Houston, TX
Mitte 2011 wird der letzte Flug mit dem legendären Raumfährentypen „Space Shuttle“ ins Weltall starten. Der Flug markiert das Ende einer 30-jährigen, höchst wechselvollen Geschichte – geprägt von Höchstleistungen, Katastrophen und finanziellen Drahtseilakten.

Das Ende des Shuttles markiert aber auch den Beginn eines technologischen Wettlaufs: Was kommt nach dem Space Shuttle? Wie soll die Zukunft der bemannten Raumfahrt aussehen? Die NASA ist überzeugt, dass man die bemannte Raumfahrt brauche. Es gehe darum, stellte 2009 eine Präsidentenkommission fest, „einen Weg für die Ausbreitung des Menschen im Sonnensystem vorzuzeichnen“.

Doch die Kosten sind gigantisch. Sie liegen pro Shuttle-Start bei geschätzten 1,5 Milliarden US-Dollar. Auch deswegen wurde das ursprünglich als Nachfolger auserkorene NASA-Constellation Projekt von US-Präsident Barack Obama gestoppt – zu teuer, zu ineffizient.

Künftig sollen in den USA private Technologieunternehmen wie Boeing, Lockheed Martin und SpaceX die Shuttle-Nachfolge übernehmen. Von der Konkurrenz erwarten sich Politik und NASA-Organisatoren vor allem effizientere Raumfähren. Doch sind die Risiken einer privatisierten Raumfahrt kalkulierbar?

Energiespender Mensch – Das Kraftwerk in uns

Erstausstrahlung, ZDF / 3sat am 9. Mai 2011, um 21:15h – produziert von ECO Media TV, Stephan Lamby
Ein Film von John A. Kantara

Jeder Mensch verströmt Energie – und die kann man nutzen!

Etwa 100 Kilowattstunden an Wärme- und Bewegungsenergie erzeugt ein aktiver Mensch im Jahr. Energie, die bislang ungenutzt verpufft. Das soll sich ändern: Der Mensch gerät immer stärker ins Blickfeld der Forscher – als neuartige Energiequelle. Wissenschaftler haben die Vision, menschliche Wärme und Bewegung in Strom umzuwandeln. Das Energiepotential von Tausenden Menschen in Bewegung ist gigantisch. Ließe es sich nutzen, so die Forscher, könnten öffentliche Gebäude, sogar ganze Städte in Teilen durch „Menschenenergie“ gedeckt werden.

Im Hauptbahnhof von Stockholm etwa strömen täglich 250.000 Menschen durch die Bahnhofshallen. Die Schweden haben nun eine Lösung gefunden, die vom Menschenstrom produzierte Wärme zu nutzen. Über die Klimaanlage im Gebäude wird die Wärme quasi abgezapft und in das Heizsystem eines benachbarten Bürogebäudes eingespeist. Die Menschenwärme deckt nun schon 20 Prozent des dortigen Energiebedarfs.

Bertrand Nogarede von der Technischen Universität ENSEEHIT in Toulouse arbeitet derzeit an einem futuristischen Energieprojekt. Auch er will die Bewegungsenergie von tausenden Menschen nutzbar machen – und ganze Fußgängerzonen beleuchten. Er will flexible Fußbodenplatten mit Bewegungssensoren verbauen. Die Bewegungen der Menschen versetzen die Platten in Schwingung, die wiederum in Energie umgewandelt werden.

Die Blutspur der Medici

Straße in Barcelona
Nightly view in Barcelona, January 2011

Ein Film von John A. Kantara

In Entwicklung / Produktion: Gebrüder Beetz Filmproduktion, Hamburg

Viele Gerüchte umranken die Geschichte der Medici-Dynastie. Wahrheit ins Dunkel soll nun das großangelegte Medici-Projekt bringen, das es sich zum Ziel gesetzt hat, das berühmte florentiner Familiengrab der Medici’ zu untersuchen. Zusammen mit führenden internationalen Wissenschaftlern, Familienmitgliedern und modernstem High-Tech-Equipment begeben wir uns auf die “Blutspur der Medici”.

Abenteuer Fallschirmforschung – Am seidenen Faden

Fairchild C-123 Provider mit Zusatzdüsen für Take off
Zur Online Sendung vom 25.10.2010, um 21:30 h auf 3sat geht´s hier lang Wiederholung am 31.10.2010, um 16:00h auf 3sat
Fallschirme sind seit vielen Jahrzehnten unerlässlich für die Flugsicherheit. Und die Technik wird immer ausgefeilter. Zivile und militärische Forscher versuchen, die Grenzen des Machbaren immer weiter hinauszuschieben.
Fallschirmsystem für Flugzeuge

Die Automatisierung des Krieges

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Eine Heron-1 der Bundesluftwaffe auf dem Test Airfield „En Shemer“ in Israel

Forscher entwickeln zusammen mit den Militärs immer leistungsfähigere „autonome Waffensysteme“. Bis 2015 soll ein Drittel der bewaffneten Fahrzeuge und Flugzeuge der US-Armee aus Robotern bestehen.
Die eigenen Streitkräfte sollen geschützt, Feinde verstärkt aus der Ferne „eliminiert“ werden. Die Aufklärung des Kampfgebietes durch Drohnen – ferngesteuerte unbemannte Flugzeuge – ist dabei eine wichtige Säule, auch für die Bundeswehr. Sie hat das deutsch-israelische Drohnensystem „Heron“ geleast.

Wird das Töten immer banaler, immer leichter? Oder helfen Roboter, Menschenleben zu schützen?

Hier geht´s zum Film in der  3sat Mediathek:

Bizeps, Trizeps & Co. – Wie unsere Muskeln unser Leben beeinflussen

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Graphik: Ezra Tsegaye

Sendedaten:

31.05.2010, 21.30 Uhr

06.06.2010, 15.55 Uhr

Die ganze Sendung „Bizeps, Trizeps & Co.“ ansehen

Unser Stoffwechsel und unsere Muskeln haben sich seit 10.000 Jahren nicht verändert. Sie sind für körperliche Hochleistung ausgelegt und nicht dafür gemacht, den ganzen Tag fast ohne Bewegung zuzubringen.

 

Viele Menschen strengen sich nur noch selten körperlich an. Die Folge: Bluthochdruck, Depressionen, Diabetes, Fettsucht, Heuschnupfen, Krebs. Und das hat wiederum etwas mit den Muskeln zu tun. Bislang galten die 640 Muskeln im menschlichen Körper als passive Befehlsempfänger. Neue Forschungen zeigen jedoch, dass die Fasern eine weit wichtigere Rolle spielen.

Muskeln senden eine Vielzahl von größtenteils noch unerforschten Botenstoffen aus und kommunizieren mit anderen Organen. „Der menschliche Skelettmuskel ist das wichtigste Stoffwechselorgan und bestimmt die Qualität und Dauer unseres Lebens“, weiß Professor Heiko K. Strüder vom Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin an der Deutschen Sporthochschule in Köln.

Evolution aus der Retorte: Die Auferstehung des Neandertalers?

Neandertaler

Graphik: Ezra Tsegaye

Sendedaten:

11.04.2010, 16.00 Uhr
29.03.2010, 21.30 Uhr

Neandertaler und Menschen konkurrierten um Ressourcen bei der Jagd auf Pferd, Wisent und Mammut. Den Jahrtausende andauernden Kampf um das tägliche Überleben hat der Mensch gewonnen. Unser nächster Verwandter und auch das Mammut sind schon lange ausgestorben.

Eine Forschungsreise in die Vergangenheit
Neandertaler – die ersten Europäer

Die Neandertaler-Höhle von El Sidrón ist eine bedeutende archäologische Fundstelle. Im Nordosten Spaniens lebte und starb vor etwa 50.000 Jahren eine Gruppe von Neandertalern. Die Arbeiten der Archäologen in der Höhle sind schwierig, denn der Höhlenzugang ist die Hälfte des Jahres überflutet.

1700 Knochenfragmente von Neandertalern wurden hier schon geborgen. Aus vielen Puzzleteilen ergibt sich den Wissenschaftlern langsam ein erstes Bild: Die Höhle von El Sidrón war vor tausenden von Jahren Schauplatz eines prähistorischen Massenmordes.

Wer aber war dieser mysteriöse Verwandte des Menschen wirklich? Wie sah er aus? Konnte er sprechen wie wir? Wie hat er die Welt wahrgenommen? Vieles liegt noch im Dunkeln verborgen. Doch mit immer neuen Methoden versucht die Wissenschaft mehr über die Neandertaler herauszufinden.

Höllenfeuer – Löscheinsatz unter der Erde

Mittwoch, 18.11.2009 22:30 – 23:00 Uhr

VPS 18.11.2009 22:30

Länge: 30 min

Wissenschaftsmagazin, Deutschland, 2009

Wdh. am 18.11.2009 01:50 Uhr Nachtprogramm

VPS 19.11.2009 01:50

Zum Film geht´s hier lang:

Weltweit brennen unterirdische Kohleflöze – sie sind schwer zu orten, kaum zu kontrollieren oder zu löschen. Diese gewaltige Umweltverschmutzung trägt zur Klimaveränderung nicht unerheblich bei: Pro Jahr gelangen durch die Kohlefeuer, allein in China, etwa 20 Millionen Tonnen Kohlendioxid in die Luft. Das ist viermal so viel wie der deutsche Autoverkehr.

Glühendes Inferno in Indien

Dilemma zwischen Arbeitslosigkeit und Dorfbrand

Im Nordwesten Indiens, etwa 300 Kilometer von Kalkutta entfernt, brennt die Erde. Unter den Füßen der Einwohner von Samdih bedroht ein riesiger Kohlebrand Mensch und Umwelt. Das Feuer ist völlig außer Kontrolle. Um das Dorf zu retten, will die Minengesellschaft mit Hilfe deutscher Experten das Feuer bekämpfen.

Über 150 Kohlefeuer gibt es in Indien und ständig entstehen neue Brandherde. Zum Beispiel im Dorf Samdih. Dort greift im März 2009 das Feuer einer brennenden Kohlenhalde auf eine stillgelegte Mine über. Der Boden über den verbrannten Flözen gibt nach, der Boden senkt sicht, die Erde beginnt zu rutschen, Häuser stürzen ein. Das ganze Dorf ist in Gefahr.

Warnung vor tödlicher Gefahr
Warnung vor tödlicher Gefahr

Todbringende Dämpfe steigen auf

Gestank von Schwefelgasen und vor allem das geruchlose Atemgift Kohlenmonoxid, das aus Spalten und Verwerfungen im Boden von den unterirdischen Brandherden an die Oberfläche steigt, bedrohen die Menschen von Samdih zusätzlich.

Die Mine von Samdih ist eigentlich längst stillgelegt – und es brennt in ihr. Trotzdem bauen die Menschen dort mit primitivsten Mitteln illegal Kohle ab, Tausende leben davon. Rund 50 Cent bekommen sie für einen Korb von zwischen 35 und 40 Kilogramm.

Die Einwohner von Samdih wissen, dass die Feuer immer näher kommen. Trotzdem bleibt ihnen keine Alternative zum Kohlenklau, wenn sie nicht ohne Lebensgrundlage dastehen wollen. Wenn die Bewohner von Samdih aber nicht aufhören in den Berg zu gehen, dann wird es immer weiter brennen und das wird letztlich das Dorf zerstören – ein Teufelskreis.

Ein Afro-Deutscher im KZ-Buchenwald & Barack Obama

Afrodeutscher Überlebender des KZ-Buchenwald
Afrodeutscher Überlebender des KZ-Buchenwald

Wenn der amerikanische Präsident an diesem Freitag das Konzentrationslager Buchenwald besucht, trifft er womöglich auf den Häftling Nummer 40489 – einen der letzten Zeitzeugen der Befreiung des Lagers. Der 80jährige Gert Schramm, geborener Erfurter, war einst der jüngste deutsche Gefangene hier. Und er war der einzige Schwarze überhaupt.

Ein schwarzer Deutscher im KZ? Ob der amerikanische Präsident den Begriff der »Blutschande« kennt, der ihm und seinem Vater zum Verhängnis wurde, fragt sich Gert Schramm dieser Tage. Seine Geschichte beginnt Ende der zwanziger Jahre in Erfurt. Jack Brankson, Ingenieur bei einer Stahlbaufirma in San Francisco, kam nach Thüringen, um eine Brücke zu bauen. Der junge Mann brauchte einen neuen Anzug. Stattlich sah er aus, als er am Erfurter Nettelbeckufer die Herrenschneiderei von Kurt Schramm betrat. Dort arbeitete auch dessen Tochter Marianne. Die jungen Leute verliebten sich, und im November 1928 wurde der gemeinsame Sohn Gert geboren. Die Liebe zwischen der weißen deutschen Frau und dem schwarzen Mann aus Amerika muss stark gewesen sein, denn auch nach Ende seines Montageauftrages kehrt Jack Brankson immer wieder nach Thüringen zurück, wo sein Sohn in der Obhut der Großeltern aufwächst. 1941 wird Brankson während seines Deutschlandbesuchs auf Grund der NS-Rassegesetze verhaftet und nach Auschwitz deportiert. Seine Spur verliert sich mit dem Transport in das Vernichtungslager.