Kalisalz – Der Boom des weißen Goldes

Sendung: 3sat hitec am 25.05.2009 um 21:30
Es gehört zu den meist exportierten Bodenschätzen Deutschlands: Kalisalz – die Grundlage für Dünger. Die Preise für diesen Rohstoff, dessen Bedeutung kaum jemand kennt, haben sich in den vergangenen fünf Jahren mehr als verdoppelt. Abgebaut wird er unter anderem in Deutschland, in einem der größten
Bergwerke der Welt.

Das Kaliwerk im Werratal erstreckt sich untertage auf einer Fläche, die so groß ist wie München. Das „weiße Gold“ wird mit riesigen Baggern gefördert. Circa 70.000 Tonnen Kalisalz werden im BergwerkWerra pro Tag abgesprengt. Zwar spürt die Kaliindustrie die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise, dochder Bedarf bleibt enorm.

Der Traum von der Kernfusion – Aufbruch in ein neues Energiezeitalter?

Das Plasmagefäss von ASDEX-Upgrade in Garching bei München
Das Plasmagefäss von ASDEX-Upgrade in Garching bei München

3sat hitec am 23. März 2009, um 21:30h

Der Film in der 3sat Mediathek als Onlinestream:

Die Suche nach hocheffizienten und umweltgerechten Energiequellen ist eine der größten Herausforderungen der Menschheit. Seit Jahrzehnten verspricht sich eine Heerschar von Forschern die Lösung durch ein besonderes Verfahren: die Kernfusion.

Das Prinzip der Kernfusion ist von der Sonne abgeguckt.

Wenn es gelingen sollte, tatsächlich einmal Kernfusionskraftwerke zu betreiben, so die Forscher, wäre das ein Segen für die Menschheit: Energie im Überfluss. Und das Beste: die benötigten Brennstoffe, Wasserstoffisotope, gibt es in fast beliebiger Menge in den Ozeanen. Ein Kilogramm Wasserstoff würde in etwa so viel Energie liefern wie heute 11.000 Tonnen Kohle.

ZDF Abenteuer Wissen – Gute Gifte – Böse Gifte

Mittwoch, 11.02.2009 22:15 – 22:45 Uhr

VPS 11.02.2009 22:15

Es ist mal wieder soweit. Für die Sendung „Abenteuer Wissen“ habe ich diesmal zwei Beiträge realisieren dürfen. Unglaublich was die Natur an potenten Giften produziert: Ob bakterielles Gift wie Botulimumtoxin oder das Gift der marinen Kegelschnecke – Wirkstoffe die der Mensch benutzt, ohne wirklich zu verstehen wie genau das Gift „funktioniert“. Die Anwendungsmöglichkeiten sind jedenfalls beeindruckend. Gifte bedeuten seit Urzeiten Gefahr und Macht. Wo Gifte im Spiel sind, hat man es mit perfiden Tätern zu tun – oder mit gewieften Wissenschaftlern, aber nur selten mit Laien. Wer Wissen über Gift hat, kann über Leben und Tod bestimmen, manchmal auch über Heilung. Denn immer kommt es auf die Dosis an und darauf, mit welcher Intention man die Stoffe einsetzt: Gifte sind Fluch und Segen zugleich.

Viel Spaß bei der Sendung wünscht John A. Kantara

Die Botoxfalle


Eine der gefährlichsten Substanzen der Welt ist das starke Nervengift Botulinumtoxin, mit dem Potenzial, hunderttausende Menschen in kurzer Zeit zu eliminieren. So gefährlich, dass im Krisenfall Experten der ABC-Schutztruppe zum Einsatz kommen würden.

Erstaunlicherweise gilt das gleiche Gift in geringerer Konzentration unter dem Namen Botox in der kosmetischen Industrie als unbedenklich. Marina A. lässt sich Botox stark verdünnt in die Stirn spritzen lässt, um ihre Falten zu glätten – wie Millionen von Frauen. Sie hat sich sogar eine „Botox-Flatrate“ gesichert, das heißt: Für 600 Euro kann sie ein Jahr lang zur Behandlung kommen so oft sie will.

Expedition Wissen 2008 / 2009

Huskies unterwegs
Huskies unterwegs

3sat Expedition Wissen 2009
Husky und Eis – Kältetest in Finnland
1. Februar 2009 um 18 Uhr

In vier neuen Folgen bricht „Expedition Wissen“ auf 3sat ab Januar 2009 wieder auf, Neues zu entdecken und zu erforschen. In der vierten und letzten Staffel von „Expedition Wissen“ war John Kantara im eisigen Finnland mit den kälteerprobten Huskies unterwegs, die in der Lage sind, das Neunfache des eigenen Körpergewichts zu ziehen. Und in München hat Kantara hinter die Kulissen des Deutschen Museums geblickt.

Husky und Eis – Kältetest in Finnland

Wir sind im eisigen Finnland mit den kälteerprobten Huskys unterwegs, die in der Lage sind, das Neunfache des eigenen Körpergewichts zu ziehen.

Die Arktis ist gleichermaßen gefährlich wie faszinierend – eine Winterwunderwelt, die es in sich hat. Die grandiose Natur zu erleben, bedeutet, Kältegrade von bis zu minus 50 Grad Celsius und enorme körperliche Strapazen auf sich zu nehmen. Zwar haben sich am nördlichsten Rand der Zivilisation Mensch und Tier an die Kälte angepasst. Doch braucht es auch heute noch besondere Fähigkeiten, um die klimatischen Herausforderungen der Arktis zu überstehen.

Tod aus dem Labor?

Burkholderia Pseudomallei

Das tödliche Bakterium Burkholderia Pseudomallei in einer Petrischale

Ein Film von John A. Kantara

Erstausstrahlung:
01.09.2008, um 21.30 Uhr
Wiederholung:
07.09.2008, um 16.00 Uhr

Notiz von Kantara´s Küchentisch….

Link zum Film

Tod aus dem Labor?

Sieben Jahre ist es her, dass eine Anschlagserie fünf Menschen tötete, 17 verletzte und ungleich mehr Menschen in Angst und Schrecken versetzte: Todbringende Bakterien, die die Infektionskrankheit Anthrax, auch Milzbrand genannt, hervorrufen, wurden in normalen Briefen, mit der normalen Post an Journalisten und Regierungsbeamte verschickt. Der Bio-Kampfstoff kam heimlich, unverhofft und hinterhältig zu seinen Opfern.

Anfang August 2008 hat die US-Justiz in einer Indizienkette einen Angestellten eines Forschungslabors, das im Dienste der US-Regierung stand, als „einzig Verantwortlichen“ festgestellt.

Durch Militärforschung für Bio-Kampfstoffe und deren Abwehr sind in solchen Laboren gefährlichere, künstliche Varianten bekannter Erreger entstanden. Viele dieser Experimente an solchen „Menschenkillern“ sind normale Versuche an amerikanischen und europäischen Universitäten. Denn, so das Argument, der Rechtsstaat müsse sich vor potenziellen Bio-Gefahren schützen. Doch seit den Anschlägen vor sieben Jahren hat es weltweit keinen weiteren Terrorangriff mit Bio-Waffen gegeben: Alles also nur Panikmache? Erst durch Forschung für Bio-Kampfstoffe und deren Abwehr sind in den Laboren gefährlichere Varianten bekannter Erreger entstanden.

Archäologie am Meeresgrund – Expedition zur SMS Undine

Die Ostsee - Ein fast 413.000 Km2 großes Gebiet

Ein Film von John A. Kantara,

3sat hitec am 25. August 2008 um 21:30h

ZDF Mediathek: Link zum Film.

Die Ostsee: Ein fast 413.000 km2 großes Gebiet, das sich zwischen Deutschland, Dänemark, Schweden und Russland erstreckt. Sie ist eines der am stärksten befahrenen Binnenmeere. Und auch ein wahrer Schiffsfriedhof. Allein während der letzten 400 Jahre sind hier mehr als 3000 Schiffe untergegangen. Damit ist die Ostsee ein ideales Forschungsgebiet für Unterwasserarchäologen.

Doch viele der gesunkenen Schiffe sind vom Zerfall bedroht. Gezeiten, Rost und Holzbohrmuscheln haben zahlreiche Wracks unwiederbringlich zerstört. Im Wettlauf gegen die Zeit versuchen Archäologen und Taucher mit modernen Methoden, die Wracks zu erforschen und zu dokumentieren.

Die SMS Undine – Kriegsschiff der kaiserlichen Marine Reinhard Öser leitet in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Bodendenkmalpflege in Wismar eine Tauchexpedition zum Wrack der „SMS Undine“, die im Arkonabecken liegt. Der kleine Kreuzer galt als das modernste Schiff der deutschen Flotte. Sein Rammsporn wurde von einem aufwendigen Bugzier gekrönt, das den germanischen Wassergeist „Undine“ darstellt. Das Schiff diente im 1. Weltkrieg als Geleitschutz für Handelsschiffe und Passagierdampfer zwischen dem schwedischen Trelleborg und Saßnitz auf Rügen. Im November 1915 wurde die „Undine“ vom britischen U-Boot E19 mit 2 Torpedos versenkt. Der Verlust des ersten mit einem Kreiselkompass ausgestatteten Kriegsschiffs der kaiserlichen Marine war ein herber Schlag. 25 Seeleute fanden den Tod.