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Expedition Wissen 2005: Wolfs Revier – Transsylvaniens Weg nach Europa

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Link ZDF-Trailer Wolfs Revier – zum Film geht´s hier lang!

ZDF Dokukanal / 3sat 2005

Wölfe, Bären und Luchse – Spuren der größten Landraubtiere Europas findet man in den rumänischen Karpaten überall. Noch sind die Urwälder im Herzen Transsylvaniens fast unberührte Wildnis. Doch das könnte sich bald ändern: 2007 strebt Rumänien in die Europäische Union. Schon heute sorgt der angekündigte Beitritt überall im Land für Veränderungen. Transsylvanien, das ist aber auch das alte deutsche Siedlungsgebiet der Siebenbürger Sachsen, die hier die einzigartige Kultur und Tradition des alten Siebenbürgen aufrecht erhalten.

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Eine von der Hamburger Wochenzeitung „DIE ZEIT“ organisierte Reisegruppe ist aufgebrochen, um mehr über die unvergleichliche Natur, über Geschichte und Kultur Rumäniens zu erfahren – der Film von John Kantara hat die spannende Exkursion mit der Kamera begleitet.

Lebensraum für Großraubtiere

Die gewaltige Bergkette der Karpaten wird vom größten zusammenhängenden Waldgebiet Europas überzogen. Aus diesem Grund leben hier mehr als ein Drittel aller Großraubtiere des Kontinents. Den Wildbiologen Christoph Promberger zogen die Wölfe 1993 nach Rumänien. Gemeinsam mit seiner Frau Barbara hat er zehn Jahre lang ein Forschungsprojekt über Großraubtiere geleitet, das als zukunftsweisend für modernen Naturschutz gilt.

Heute besitzen die Prombergers einen Reiterhof in Sinca Noua, einem idyllischen Ort, der sich mit seiner Hilfe schon bald als erstes ökologisches Dorf in Rumänien etablieren will. „DIE ZEIT“-Reisenden und das Film-Team hatten die Möglichkeit, mehrere Tage hier zu verbringen und unter der fachkundigen Leitung von Christoph Promberger die einzigartige Natur und das Tierleben zu erkunden.

Siebenbürger Tradition

Die Reise-Reportage führt weiter, um die in Transsylvanien noch existierende Kultur des alten Siebenbürgen zu entdecken. Bereits um 1120 kamen die Siebenbürger Sachsen von der Mosel hierher, doch nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die meisten deutschstämmigen Rumänen vertrieben oder verließen freiwillig das osteuropäische Land.

Heute machen sie nur 0,3 Prozente der über 22 Millionen Einwohner aus – eine sehr kleine Minderheit im Vielvölkerstaat Rumänien, die aber fest entschlossen ist, die Tradition der Siebenbürger Sachsen fortzuführen.
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Hoffnung EU

Haben die einmalige Kultur und die schützenswerte Naturlandschaft auch in der Zukunft noch eine Chance auf Fortbestehen? Was bringt der Beitritt in die Europäische Union für eines der rückständigsten Länder Europas? Eine Bedingung für die EU-Aufnahme Rumäniens ist die Rückgabe verstaatlichter Wälder und Ländereien an die früheren Besitzer, die jetzt auf das Geschäft mit dem schnellen Euro hoffen.

Das wilde Abholzen hat in solchen Maßen zugenommen, dass viele Beobachter befürchten, dass Rumänien seine natürlichen Schätze leichtfertig verschleudert, anstatt das Potential zu erkennen, das in seinen natürlichen Ressourcen liegt: Der Wald der Karpaten könnte sich in der Zukunft als Magnet für westeuropäische Touristen erweisen, die in Transsylvanien noch eine Natur erleben können, die zu Hause schon längst verschwunden ist.

Rumänien

Lage: Südosteuropa, angrenzend im Nordwesten an Ungarn, im Norden an die Ukraine, im Osten an die Republik Moldau und das Schwarze Meer, im Süden an Bulgarien und im Westen an Serbien und Montenegro
Hauptstadt: Bukarest, ca. 2,1 Mio. Einwohner
Größe des Landes: 237.500 qkm
Bevölkerung: 21,6 Mio. Einwohner
Pro-Kopf-Einkommen: Nettodurchschnittsgehalt 2003: 4,64 Mio. ROL (ca. 122 EUR), Bruttodurchschnittsgehalt 2003: 6,34 Mio. ROL (ca. 170 EUR)

Quelle: Länderinformation des Auswärtigen Amtes

Die Photopage zum Film

Oder die Slideshow mit Musik:

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