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Mali European Union Training Mission (EUTM)

Die EUTM Mali (European Union Training Mission Mali) ist eine multinationale Ausbildungsmission der Europäischen Union mit Hauptquartier in Bamako in Mali, bei der die malischen Forces Armées et de Sécurité du Mali eine militärische Grundlagenausbildung und Beratung erhalten. Die EUTM Mali soll nicht in Kampfhandlungen im Norden des Landes einbezogen werden.

Bereits am 15. Oktober 2012 berieten die Außenminister der Europäischen Union über Planungen zur Unterstützung und Ausbildung der malischen Sicherheitskräfte.

Am 10. Dezember 2012 hat der Rat der Europäischen Union das Krisenmanagementkonzept für eine GSVP-Ausbildungsmission in Mali gebilligt. Dabei soll die territoriale Integrität und die demokratischen Ordnung des westafrikanischen Staates unterstützt werden. Der Einsatz unter ziviler Aufsicht erfolgt auf Grundlage der Bitte der malischen Regierung und im Rahmen der Resolution 2071 des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen.

Mit der Offensive der islamistischen Rebellen (MUJAOAQMI und Ansar Dine) im Dezember 2012 und Januar 2013 in den Süden des Mali griff Frankreich mit der Opération Serval ab 11. Januar 2013 militärisch gegen die Islamisten ein. International wuchs die Unterstützung und auch der bereits geplante Einsatz der African-led International Support Mission to Mali (AFISMA) wurde beschleunigt.

In einer Sondersitzung der EU-Außenminister am 17. Januar 2013 in Brüssel, an der auch der malische Außenminister Hubert Coulibaly teilnahm, wurde offiziell der Beginn der Ausbildungsmission für die malische Armee beschlossen. Die gemeinsamen Kosten der Operation wurden auf 12,3 Mio. Euro für ein Mandat von 15 Monaten veranschlagt.

Die Führung der Mission übernahm zunächst der französische General François Lecointre.[2] Er war als Kommandeur der EU-Mission mit seinem Stab in Bamako eingesetzt, die Ausbildung der malischen Armee soll hingegen an einem speziell dafür vorgesehenen Ort im Nordosten von Bamako erfolgen. Es sollen bis zu 250 Ausbilder zur Verfügung stehen. Zusätzlich wird eine aus 200 Soldaten bestehende Sicherungskomponente stationiert.[3] Mitte Februar hat die Mission ihre Arbeit vor Ort aufgenommen.[1]

Spanien hat 40 bis 50 Ausbilder zugesagt.[4] Auch Deutschland ist bereit sich mit bis zu 30 Ausbildern an der EUTM Mali zu beteiligen.[5] Italien will sich an mit 15 bis 24 Ausbildern beteiligen.[6] Österreich bestätigte Anfang Februar 2013 die Teilnahme an der Mission mit ca. 10 Soldaten im Sanitätsbereich.[7]

Auf General Lecointre folgte im August 2013 sein Landsmann Bruno Guibert, im März 2014 der französische Brigadegeneral Marc André Rudkiewicz. Im Oktober 2014 übernahm der spanische Brigadegeneral Alfonso García-Vaquero Pradal, im Juli 2015 der Deutsche Brigadegeneral Franz Xaver Pfrengle.

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